Poetenpassion

So hat man Georg Danzer noch nie gehört: Der Rabenhof-Abend "Jö schau" erinnert an den besten Liedermacher von Wien


Georg Danzers Mutter starb im Februar 1979 im Krankenhaus von Schwarzach im Pongau. Sie hatte sich beim Skifahren beide Beine gebrochen und danach einen Lungeninfarkt erlitten. Der Liedermacher besuchte mit seinem Vater die Prosektur des Spitals, um sich von der "armen, toten, aufgeschnittenen Mutter" zu verabschieden. Als die beiden entsprechend düster gestimmten Männer das Spital wieder verließen, sangen Kinder ihnen auf der Straße den Refrain eines Danzer-Gassenhauers nach: "Jö schau, so a Sau "

Der Prosatext, in dem Danzer diese Anekdote festhielt, stammt aus dem Band "Die gnädige Frau und das rote Reptil" (1982) und ist Bestandteil des Danzer-Abends "Jö schau", der vorige Woche im Rabenhof Premiere hatte. Mit demselben Ensemble, das vor zwei Jahren erfolgreich die André-Heller-Hommage "Holodrio" bestritt, stellt der Regisseur Thomas Gratzer darin abermals eine Wiener Liedermacherlegende auf den Prüfstand: Was passiert, wenn man Danzers Werk von Danzers Person trennt, wenn man

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