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Facebooks Datenskandale nehmen kein Ende

AG
Medien, FALTER 18/19 vom 02.05.2019

Die irische Datenschutzbehörde beginnt eine neue Untersuchung gegen Facebook, das dort seinen europäischen Sitz hat. Insgesamt ist es nun die elfte Ermittlung gegen das soziale Netzwerk sowie dessen Tochterunternehmen, den Nachrichtendienst Whatsapp und die Fotoplattform Instagram. Im März war bekannt geworden, dass Facebook die Passwörter von Millionen Nutzern unverschlüsselt auf seinen Servern gelagert hatte. Hacking, also Datendiebstahl von außen, wäre ein Leichtes gewesen. Die irischen Behörden ermitteln ebenfalls wegen des Diebstahls der Zugangsdaten von 50 Millionen Usern im vergangenen Oktober.

Seit dem Cambridge-Analytica-Skandal vor einem Jahr, als bekannt wurde, dass die britische Beratungsfirma Daten von Facebook-Usern an politische Kampagnen verkauft hatte, werden ständig neue Datenskandale publik. Im April stellte sich heraus, dass Daten von 540 Millionen Usern auf einem öffentlich zugänglichen Server gelagert waren, kurz darauf, dass Facebook die Adressbücher von 1,5 Millionen Usern "unabsichtlich" synchronisiert hatte. Im Dezember deckte die New York Times auf, dass Facebook seinen Geschäftspartnern wie Amazon, Microsoft und Netflix weitreichenden Zugriff auf Nutzerdaten, teilweise sogar auf private Nachrichten, ermöglichte.

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FALTER 24/19
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