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Anna Goldenberg

Medien, FALTER 18/19 vom 02.05.2019

Die Berufsgruppe der Influencer, also jener Menschen, die ihre Reichweite auf den sozialen Medien mithilfe von Werbung zu Geld machen, genießt einen fragwürdigen Ruf. Zuletzt wurde das deutlich, als die Spiegel-Journalistin Anja Rützel einen Auftritt der deutsch-iranischen Komikerin Enissa Amani kritisierte. Amani hat auf Twitter, Instagram und Facebook eine Gefolgschaft von mehr als einer Million Nutzern, mit Werbung verdient sie sich ein Zubrot. Amani teilte ihren Ärger über Rützels Rezension online, woraufhin Rützel von Amanis Fans aufs Übelste beschimpft wurde.

Der New Yorker ordnet das Phänomen "Influencer" nun historisch ein. In einem Drittel der Werke von William Shakespeare etwa kommt das Wort "influence", also "Einfluss", vor. Selten geht es den Beeinflussten gut, denn es ist eine mysteriöse, meist höhere Kraft, die sie steuert. Diese Kraft gibt es heute auch: Algorithmen. Sie seien wie launische Gottheiten, argumentiert der Autor. Auch die Influencer, also die Beeinflusser selbst, seien ihnen ergeben. Das erklärt so einiges.

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FALTER 26/19
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