Unterwegs Mobilitätskolumne

Mario Soldo, Modelagent & Szene-Enfant-terrible: "Ich fahre Moped"

Stadtleben, FALTER 18/19 vom 02.05.2019

Ich hasse es, zu warten. Und Stau ist Warten. Darum fahre ich Moped. Früher ein Puch Maxi, jetzt, seit acht Jahren, ein chinesisches Kymco. Von April bis November.

Mit dem Moped bist du immer vorne. Ganz legal. Wenn der Verkehr steht, darf der Einspurige durch. Das ist zu geil: Alle werden im Stau wahnsinnig, aber ich fahre. Es ist auch billig. Ich brauche keine Parkscheine. Benzin kostet im Monat maximal 15 Euro. Also nix. Weil das Kymco nicht frisiert ist, fährt es nur 50 km/h. Genug für die Stadt, zu wenig für ein Strafmandat.

Beim Moped sind mir Style oder Marke egal: Ich will von A nach B kommen. Dafür brauche ich doch kein Statussymbol! Ich verstehe nicht, wieso Leute sich alle Jahre den neuesten BMW checken müssen. Ich finde das grotesk. Aber ich habe ein Auto. Für weite Strecken oder wenn ich viel zu transportieren habe. Dafür sind Autos da.

Wenn das Kymco einmal nicht mehr will, kaufe ich mir wieder ein Moped. Wenn das elektrisch fährt: super. Das Problem ist: Ich wüsste nicht, wo ich bei mir in der Umgebung eine Steckdose auf der Straße finde.

Fahrradfahren? Das bin ich nicht. Ich habe es einmal mit einem wunderschönen holländischen Damenrad probiert. Aber nach zwei Tagen habe ich es verschenkt. F

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FALTER 26/19
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