Eine Reise ins gespaltene Belgrad

In Serbien demonstrieren jede Woche tausende Bürger gegen die Politik von Präsident Aleksandar Vučić. Die Proteste sind Ausdruck einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft

REISENOTIZEN: MARKO DINIć/BELGRAD FOTOS: BERIT GILMA
Politik, FALTER 19/19 vom 08.05.2019

Als Ende März der EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen Johannes Hahn bei seinem Besuch in Belgrad gemeinsam mit der serbischen Premierministerin Ana Brnabić zur gemeinsamen Pressestunde vor die Kameras tritt, ist die Verwunderung über manche seiner Aussagen bei einigen der anwesenden Reporter groß. Dass die Premierministerin abermals das Vorhandensein der absoluten Medienfreiheit in Serbien bekräftigte, verwunderte angesichts des Besuchs aus Brüssel niemanden -seit längerem hat man sich in höchsten Regierungskreisen auf dieses fatale Mantra eingeschworen, das von der Realität der Medienberichterstatter in Serbien weiter entfernt nicht sein könnte.

Dass Johannes Hahn jedoch ebendieser Aussage den Rücken deckte, sorgte bei vielen für Unmut. Schon 2015 verlangte der EU-Kommissar nach Beweisen für die Einschränkung der Pressefreiheit -damals war Aleksandar Vučić Premierminister Serbiens. Vier Jahre später ist er der Präsident des fünftärmsten

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