Auf zum kleinen Mann!

Mit der Steuerreform wird die Regierung viel Geld verteilen. Zuallererst an die Geringverdiener. Hat die türkis-blaue Regierung ihre linke Seite entdeckt?

ANALYSE: ANNA GOLDENBERG, EVA KONZETT, JOSEF REDL ILLUSTRATION: P. M. HOFFMANN
Politik, FALTER 19/19 vom 08.05.2019

Man kann die SPÖ auf verschiedene Art und Weise provozieren. FPÖ-Vorsitzender Heinz-Christian Strache suchte sich das Hochamt der Sozialdemokratie am 1. Mai aus. Nicht die SPÖ, die FPÖ sei "heute die Partei der Arbeitnehmer", verkündete der Vizekanzler beim Ministerrat, den die Regierung ausgerechnet zum Feiertag abhielt. Die Sozialdemokratie habe den Österreichern nichts mehr als einen "politischen Scherbenhaufen" mit "Höchststeuerbelastung" hinterlassen, meinte er. Dass seit 2000 nur ein blauer und viele schwarze Minister und Ministerinnen das Finanzressort innehatten, sagt der Vizekanzler nicht. Zumal es ihm ja nicht um die Vergangenheit, sondern um die Zukunft geht.

Und diese schaut zumindest aus Sicht der Regierung rosig aus. Die Steuerreform, deren Eckpunkte das Regierungsduo Kurz und Strache vor kurzem vorgestellt hat, werde den "Menschen zurückgeben, was der Staat ihnen genommen hat". So hat es Bundeskanzler Sebastian Kurz versprochen. Tatsächlich sollen vor allem die weniger

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