Neue Platten

Feuilleton, FALTER 19/19 vom 08.05.2019

Pop

Vampire Weekend: Father of the Bride

Die US-Bubenband war bis dato auf hochkonzentrierte Songs spezialisiert, in denen alles mit Bedeutung aufgeladen war. Nach sechs Jahren Pause - inzwischen wurden Familien gegründet -ist Ezra Koenigs Händchen für Melodien intakt, indes klingt die Musik weniger nervös, ja ziemlich entspannt. Mit 18 (!) lose zusammenhängenden Songs erinnert das Album an eine Compilation mit sehr tollen und etwas cheesy Momenten. Vielleicht qualifiziert gerade das "Father of the Bride" zur Sommerplatte 2019. (Sony) SF

Jazz

Phil Donkin's Masterfrown: Value

Phil Donkin, der übrigens aus demselben Eck Englands stammt wie The Unthanks (S. 35), nennt Charles Mingus und Dave Holland als Vorbilder und weiß einen muskulösen Bass zu zupfen, setzt hier aber vor allem auf Transparenz und Wendigkeit. Mit Martin France (dr) bildet er die Groove-Achse, die blitzschnell Tempi und Rhythmen wechselt, während sich Wanka Slavin (as) und Joris Roelofs (bcl) mal pointillistisch, mal mit vertrackten Unisoni einbringen. Europäischer Jazz auf der Höhe der Zeit! (Nwog) KN

Klassik

Evgeny Kissin: The New York Concert

Vor einem Jahr trafen Evgeny Kissin und das Emerson String Quartet in der New Yorker Carnegie Hall zu einem Konzert mit Werken von Mozart, Fauré und Dvorák zusammen. Zum Glück wurde das Ereignis aufgenommen und ist nun auf einem Album nachzuhören. Was hier geboten wird, ist zweifelsohne eine Sternstunde der Kammermusik. Kissin und seine amerikanischen Kollegen sind perfekt aufeinander eingespielt und bringen die unendlich vielen Farben und Nuancen wunderbar zum Klingen. (DG) MDA

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FALTER 26/19
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