Himmelhoch traurig und zum Weinen schön

The Unthanks haben die anrührendsten Stimmen der Gegenwart. Nun singen sie Gedichte von Emily Brontë


ELOGE: KLAUS NÜCHTERN

Feuilleton, FALTER 19/19 vom 08.05.2019

Flügelrauschen und die scharfen Schreie eines Dohlenschwarms; das Schließen einer Tür, Schritte auf einer hölzernen Treppe; draußen heult ein ungemütlicher Wind; drinnen tickt und schlägt eine Pendeluhr. Die akustische Evokation des Pfarrhauses ("The Parsonage") bringt einen kühlen Hauch Schauerromantik, wenig später setzt ein antik anmutendes Klavier ein, begleitet von einer Stimme, die tatsächlich nicht ganz von dieser Welt zu sein scheint: "Shall earth no more inspire thee, / Thou lonely dreamer now?"

Es scheint das Universum selbst zu sein, das hier einer rastlosen und geplagten Seele Trost und Entzücken durch Sonnenschein und linde Winde verheißt. Auf diese ist in Yorkshire allerdings kein Verlass, herrscht dort doch nicht eben unhäufig ein echtes Sauwetter.

Emily Brontë aber inspirierte das menschenfeindliche Klima nicht nur zu einem der großartigsten und durchgeknalltesten Romane der Weltliteratur, sie hat neben "Sturmhöhe" auch noch Gedichte verfasst. Zehn davon sind

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