Vom Himalaya nach Tel Aviv

Demnächst startet in Israel der Eurovision Song Contest. Wer ist der Mann hinter dem österreichischen Musikbeitrag?


BEGEGNUNG: SEBASTIAN FASTHUBER

Feuilleton, FALTER 19/19 vom 08.05.2019

Mit 64 ist Eberhard Forcher ein Mensch im Herbst seines Lebens; er sollte im Garten sitzen und mit Enkelkindern spielen. Das legt zumindest der Beatles-Song "When I'm Sixty-Four" nahe, der eine Best-Ager-Idylle beschreibt. Stattdessen sitzt Forcher mit Baseball-Käppi im Café Korb und macht sich kleine Sorgen um Österreichs Abschneiden beim Song Contest, der nächste Woche in Tel Aviv stattfindet. Erstaunlicherweise lässt ihn die Bubenkappe nicht wie einen Berufsjugendlichen aussehen.

Die Aufmachung passt zu dem langgedienten Popexperten, der schon so manches einstecken musste. 2006 bezeichnete ihn der Falter als "Ö3-Dino", ein paar Jahre später folgte die Auszeichnung "schlechtester DJ der Welt". Beides war Unsinn. Forcher ist der rare Fall eines Musikbegeisterten, dem von Mainstream bis zu ziemlich Obskurem fast alles gefällt (Ausnahmen: Free Jazz und Ballermann-Schlager). Nur Menschen, die sich etwas auf ihren ausgesuchten Musikgeschmack einbilden, ist er dadurch suspekt.

Neulich

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