Kommentar Kulturpolitik

Falsches Casting gefährdet die Vielfalt des heimischen Films


MICHAEL OMASTA

Falter & Meinung, FALTER 19/19 vom 08.05.2019

Frauen? Brauchen wir nicht. Transparenz? Wollen wir nicht. Expertise? Geh bitte, werden S'jetzt net kleinlich! So ungefähr ist der Eindruck, den die Neubesetzung des Beirats in der Abteilung II/3 -Film des Bundeskanzleramts nach außen vermittelt.

Vier der sechs Mitglieder -ein Dokumentarfilmer und eine Filmemacherin behalten noch ihr altes Mandat - wurden von VP-Kulturminister Gernot Blümel jetzt ernannt: um Monate verspätet, dafür aber entgegen der bewährten Praxis, nämlich die Empfehlungen der zuständigen Abteilung zu beherzigen.

Dass die Neobeiräte von ihrer Ernennung mitunter erst aus den Medien erfuhren, hatte umgehend die Absage der einzigen Frau, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Wiener Filmakademie, zur Folge: Übrig blieben drei Herren, die allesamt am anderen Ende des filmischen Spektrums, im TV-Serien-und Spielfilmbereich, tätig sind.

In einem Brief an Blümel, der Mitte vergangener Woche auch online gestellt und bereits von mehr als 3000 Personen unterzeichnet

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