Kein Buch mit sieben Siegeln

Polsterzipf aus Topfenblätterteig sind Kindheitserinnerung und Kampfansage zugleich


GERICHTSBERICHT: KATHARINA SEISER

Stadtleben, FALTER 20/19 vom 15.05.2019

Ein gutes Kaufkriterium für Halbfertigprodukte, die man nur mühsam selbst herstellen kann, ist, ob sie nur Zutaten enthalten, die man auch selbst in der Küche verwenden würde. Wenn ja, warum nicht. Wenn nein, dann kommt mir das Zeug nicht ins Einkaufswagerl.

Wie etwa Fertigteige. Schmecken tun sie selbstgemacht sowieso besser. Strudelteig haben wir hier schon abgehandelt. Er ist billig und schnell gemacht, gelingt mit jedem Mal besser. Germteig ist der sinnlichste von allen Teigen, warum man ihn aus industrieller Produktion und neonbeleuchteter Hibernation kaufen sollte, verstehe ich nicht. Mürbteig ist sowieso flott gemacht.

Aber!, höre ich Sie jetzt sagen, aber Blätterteig! Stimmt, die Diva unter den Teigen, der heilige Gral von Hobbykonditormeistern und Wochenendzuckerbäckerinnen. Blätterteig (und sein Vetter Plunderteig, bei dem der Butterziegel von Germteig umhüllt wird), bei dem eine große Menge Butter durch Tourieren in feine Schichten verteilt wird, braucht Kälte, Präzision,

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