Weberin ihres Inneren

Festwochen II: Mette Edvardsens Oper "Penelope Sleeps" ist keine Oper, aber beglückt

THEATER KRITIK: MARTIN PESL
Feuilleton, FALTER 20/19 vom 15.05.2019

Machen fachfremde Künstler Oper, runzeln eingefleischte Fans die Stirn. Mette Edvardsen hatte es aber ohnehin nie so mit Genregrenzen. Bei den Festwochen zeigt die Norwegerin ihr Projekt "Time has fallen asleep in the afternoon sunshine", bei dem Menschen Bücher auswendig lernen. Außerdem bringt sie mit dem Komponisten Matteo Fargion "eine Oper" heraus. Beim Kunstenfestivaldesarts in Brüssel, wo "Penelope Sleeps" uraufgeführt wurde, war denn auch oftmals ein Schnauben zu vernehmen. Das waren die Opernfreunde.

Dabei singt Angela Hicks, neben Edvardsen und Fargion die Dritte auf der Bühne, eigens komponierte Arien, und das wunderschön. Was zur Oper fehlt, sind Kulissen und große Gesten. Das Publikum schart sich eingangs um drei auf dem Boden liegende Menschen. Irgendwann beginnt Edvardsen, in nüchternem Ton eine Geschichte zu erzählen, wie ihr Vater daran scheiterte, eine Spinne aus dem Gästezimmer zu entfernen. Langsam rappelt sich nun der Musiker Fargion auf, es folgt Hicks' erste

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