The Big Red One: Dem linken Filmer Emile de Antonio zum 100. Geburtstag


HOMMAGE: MICHAEL OMASTA

Feuilleton, FALTER 20/19 vom 15.05.2019

Kein Kino und kein Fernsehsender weit und breit hat die 100. Wiederkehr seines Geburtstags zum Anlass genommen, an Emile de Antonio zu erinnern. Das ist ärgerlich, ein Versäumnis, doch richtig überraschend ist es nicht, denn seine Integrität und Radikalität als Filmemacher fanden kaum je die Wertschätzung und Aufmerksamkeit, die sie verdienten.

"De", wie seine Freunde ihn nannten, war Marxist, Bohemien, Amerikaner. Geboren am 14. Mai 1919 als Sohn litauischer Einwanderer in Pennsylvania, gestorben 1989 in New York, hatte De Antonio zunächst wenig fürs Kino übrig. Er studierte in Harvard, wurde Mitglied einer kommunistischen Jugendorganisation, diente im Krieg in den Army Air Forces und versuchte sich danach als Lehrer und Übersetzer. In den 1950ern geriet er in den Sog der jungen New Yorker Kunstszene, der er Jahre später die Doku "Painters Painting" widmete.

Seine filmische Methode führte de Antonio auf den Lyriker T.S. Eliot und dessen Bemerkung über die metaphysischen Gedichte

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