Zwiebel, du Süße!

Lange als vulgär verpönt, erobert sich das Liliengewächs seinen Platz an der Spitze zurück

Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner
Stadtleben, FALTER 21/19 vom 22.05.2019

Fangen wir einmal so an: Zwiebel ist nicht gleich Zwiebel. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Farben, mit Aromen von scharf über mild bis süß. Sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen, spielte bereits in der Antike eine große Rolle in den Küchen, zählte in Ägypten zu beliebten Opfergaben für beliebte Götter und hatte auch einen wichtigen Part in der Heilkunde. Dann kam der Bruch: Spätestens ab der Renaissance überließ der europäische Adel die Zwiebel den Bauern - zu unedel, wie alles, was in der Erde wuchs. Und so kam es, dass die Zwiebel sich zwar weiterhin nicht nur im Gulasch entfalten durfte, niemals aber mehr im Rampenlicht stand. Undenkbar, sie als Solist in einem Restaurant zu servieren. Bis vor kurzem. Denn die Zwiebel erlebt gerade ihre Renaissance!

Immer mehr ambitionierte Gemüsegärtner widmen sich ihrer unglaublichen Vielfalt. Nicht nur Vorreiter Erich Stekovics, auf dessen Feldern knapp 30 verschiedene alte Sorten prächtig gedeihen: die schottische

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