Unterwegs Mobilitätskolumne

Miriam Hie, Schauspielerin und Moderatorin: "Ich fahre Retro-Rennrad"

Stadtleben, FALTER 21/19 vom 22.05.2019

Ich fahre in der Stadt meistens mit meinem Battaglin-Rennrad. Ein 90er-Jahre Rahmen mit gelb-orange-roten Details. Ich liebe es und freue mich jedes Mal, wenn ich damit fahren kann. Viele Leute sagen, Rennradfahren sei wegen der schmalen Reifen schwierig oder gefährlich. Aber wenn man es gewohnt ist, ist es einfach -und es schaut sexy aus. Nicht wegen der Raddressen. Ich bin meistens ganz normal unterwegs und fahre auch mit Highheels.

Ich fahre flott, aber nicht kopflos. Früher hatte ich Angst, auf der Straße zu fahren, aber vor fünf Jahren hatte mich ein guter, wenn auch tougher Lehrmeister aufs Rennrad gesetzt. Nach dem Überwinden der ersten Angst, kam das Gefühl einer nie gekannten Freiheit. Denn das Rennrad ist die schnellste Art der Fortbewegung, bei der ich selbst die Kontrolle habe.

Ich habe ja keinen Führerschein. Mir bricht bei der Vorstellung, selbst zu fahren, der Angstschweiß aus. Klar kann man Auto fahren lernen. Aber wozu? Eine Autofahrerin weniger finde ich ganz gut für die Welt.

Dass man mit dem Rennrad von der Radwegbenutzungspflicht ausgenommen ist, mag für manche der Grund sein, ein Rennrad zu verwenden, aber ich bin immer froh, wenn es einen Radweg gibt.

Fanden Sie diesen Artikel interessant? Dann abonnieren Sie jetzt und bleiben Sie mit unserem Newsletter immer informiert.

FALTER 24/19
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Stadtleben-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

Anzeige

Anzeige