Achtung, Blindgänger!

Noch immer lagern nicht gezündete Sprengwaffen aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden. Besuch bei einem, der sie aufspürt


Nachforschung: Eva Konzett

Stadtleben, FALTER 21/19 vom 22.05.2019

Der Boden zitterte, aber nein, es war kein Erdbeben, das in jenen frühherbstlichen Abendstunden des Jahres 2008 einen 14 Meter breiten und sechs Meter tiefen Krater im Beet einer Gärtnerei in Liesing hinterließ. Es war eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Es war auch kein Ölfass, das weniger als drei Jahre später ein Baggerfahrer bei Aushubarbeiten im Alberner Hafen aufgabelte, sondern ein 250 Kilogramm schweres Kriegsrelikt. Im Sommer 2012 explodierte dann eine solche Fliegerbombe mitten in der Donau. Ein Passant sah auf Höhe der Friedenspagode plötzlich eine Fontäne aus dem Wasser steigen. Verletzt wurde niemand. Und vor zwei Jahren mussten 400 Menschen rund um die U-Bahn-Station Alterlaa evakuiert werden: Fliegerbombenalarm!

Der Zweite Weltkrieg mag vor mehr als 70 Jahren ein Ende gefunden haben. Aus dem Boden ist er noch nicht raus.

Harald Pichler überraschen diese Geschichten nicht, er kennt die Zahlen. Allein im vergangenen Jahr hat der Entminungsdienst des Verteidigungsministeriums

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