Eine Party zwischen Anti-Terror-Pollern und den Zentren der Macht

Im Bundeskanzleramt ringt Sebastian Kurz um seine Regierung. Draußen hoffen die Menschen auf einen Neuanfang. Am Samstag wurde auf dem Ballhausplatz Geschichte geschrieben

Reportage: Sibylle Hamann, Eva Konzett
Politik, FALTER 21/19 vom 22.05.2019

Man hört sie schon von weitem, die "We're going to Ibiza"-Chöre. Aus Lautsprechern oder schief gesungen von den Menschentrauben, die vom Ring in Richtung Ballhausplatz strömen. Es sind der Zorn, die Ungeduld, das Staunen, die Menschen an diesem Samstagvormittag in Bewegung setzen. Seit rund 15 Stunden steht die Republik. Seitdem dieses Video aus Ibiza bekannt wurde, in dem zu sehen ist, wie zwei FPÖ-Größen das Land darbieten.

Der Ballhausplatz ist das Machtzentrum des Landes: Kanzleramt und Präsidentschaftskanzlei stehen einander oberirdisch gegenüber und sind unterirdisch miteinander verbunden. Dazwischen wollen die Menschen ein Zeichen des Aufbruchs sehen, als die Sonne irgendwann am Nachmittag durch die Wolkendecke bricht.

Allein, paarweise, in Grüppchen sind sie gekommen, streifen ihre Winterjacken ab und blinzeln ungläubig. Abwechselnd in die Sonnenstrahlen und ins Smartphone. Die meisten mitgebrachten Plakate sind Eigenbau, mit Filzstiften gemalt, die von der SPÖ professionell

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