Rhetorische und andere Punchlines: "Fleabag", die Zweite

Kritik: Michael Pekler
Feuilleton, FALTER 21/19 vom 22.05.2019

371 Tage, 19 Stunden und 26 Minuten später -so das Insert zum Auftakt - sieht die Welt für Fleabag, gespielt von Phoebe Waller-Bridge, noch immer so aus wie vorher. Vielleicht steht die gestresste Londonerin am Beginn der zweiten Staffel also auch deshalb mit blutiger Nase in der Toilette eines Restaurants: Weil sie es schon gewohnt ist, sich eine solche zu holen.

Die vielfach prämierte BBC-Produktion -2017 als eine der besten Serien des Jahres gehandelt - war bei ihrem Start jedenfalls definitiv Kritikerinnenliebling und am Puls der Zeit. Und dem überspannten Singledasein von Großstädterinnen in Serie zu folgen (siehe Fleabags verwandter New Yorker Seele in "Matrjoschka"), bereitet der Zielgruppe offensichtlich nach wie vor Vergnügen.

Fleabag ist eine Frau, die sagt, was sie sich denkt -und zwar immer. Wenn nicht anderen Leuten, dann uns in die Kamera. Ein alter Filmgimmick, von Autorin und Hauptdarstellerin Waller-Bridge bereits in der ersten Staffel hauptsächlich als vertrauensbildende

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