"Vorbei am Rechnungshof"

Wie Parteien in Österreich Spendengelder nehmen. Und warum sie niemand dabei kontrolliert


Umgehung: Eva Konzett

Politik, FALTER 21/19 vom 22.05.2019

Für Harald Vilimsky war die Sache im Jänner dieses Jahres noch glasklar: "Milliardären, Industrie und großen Unternehmen soll es künftig verboten werden, sich in die Politik einzukaufen", sagte der FPÖ-Generalsekretär der Kronen Zeitung. Parteispenden über 3500 Euro sollten überhaupt verboten werden. Die klassische Parteienförderung "reiche völlig aus".

Eineinhalb Jahre früher hatte sich das beim Parteichef Heinz-Christian Strache noch etwas anders angehört: Wenn die vermeintliche russische Millionärserbin "positiv gestimmt ist, kann sie uns jederzeit an den Verein spenden", sagt Strache in einer Villa auf Ibiza. So ist es auf dem Videomaterial zu sehen, das der Süddeutschen Zeitung und dem Spiegel übergeben wurde und das vor der Veröffentlichung vom Falter eingesehen werden konnte.

Die Frau kündigte an, mehrere hundert Millionen Euro ihres Vermögens in Österreich zu investieren. Strache stellte ihr dafür "Connections und Einfluss" in Aussicht. Die Frau könnte sich ja

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