Nüchtern betrachtet

Eine Bürde: Männer ohne Hirn und Würde

Feuilleton, FALTER 21/19 vom 22.05.2019

Am Samstag war ich in der Landschaft und konnte den Rücktritt der beiden Polithorrorclowns nicht "live" mitverfolgen, wurde aber auf dem Laufenden gehalten. Ich erfreute mich also nicht nur an der vielgestalten Anmut des Kamptals, am Ruf des Pirols und der Rückkehr der Bienenfresser, sondern auch schlackenloser Schadenfreude. Getrübt wurde diese nur, als ich später Straches Rücktrittsrede sah. Eine dermaßen würdelose heulsusenmäßige Arie geht doch auf keine Kuhhaut!

Warum können Politiker nicht einfach sagen: "Ich habe Mist gebaut und deswegen bin ich weg!"? Wäre es nicht das überzeugendste Indiz für echte Reue, wenn man einfach auch mal den Rand hielte, ohne einerseits die eigenen Verfehlungen im Detail auszubreiten und andererseits darüber zu klagen, wieder einmal Opfer der jüdischen Weltverschwörung geworden zu sein? Was sind das für "Politiker", die sich wie irgendwelche testosterongefluteten pubertierenden Früchtchen darauf rausreden, hackedicht gewesen zu sein, tatsächlich

  397 Wörter       2 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Feuilleton-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

Anzeige

Anzeige