Gott sieht aus wie Steve Buscemi

Mit "Miracle Workers" wird der Weltuntergang eine bizarre, aber gute Komödie

Seriegrafie: Michael Pekler
Feuilleton, FALTER 21/19 vom 22.05.2019

Gott ist nicht tot. Solange Menschen etwas über ihn zu erzählen haben, wird er unsterblich sein. Und wer hat dieser Tage mehr zu erzählen als die sogenannten Qualitätsserien im Fernsehen?

Aus Gründen der Fairness allen anderen gegenüber muss man sagen, wir reden hier nur von dem Einen, dem mit dem weißen Bart und den Zauberkräften. In "Miracle Workers" ist die Mähne ein wenig schludrig, wie überhaupt das gesamte Outfit zu wünschen übrig lässt. Man muss feststellen, dass sich da jemand seit Jahrtausenden vernachlässigt hat. Als Ausrede kann gelten: Gott sieht aus wie Steve Buscemi.

Vernachlässigt wurde von diesem Gott aber auch die Welt, wie wir sie kennen. Und zwar so sehr, dass die natürlichen Katastrophen und das menschliche Elend, die seiner mittlerweile ungeliebten Schöpfung zusetzen, ihm das Frühstücksfernsehen verderben. Gott ist ein selbstverliebter, selbstgefälliger, verweichlichter und unausgeglichener Typ, der nicht vorhat, seine Komfortzone jemals wieder zu

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