Mama, geh endlich arbeiten!

Warum es gerade in Österreich so schwer ist, Rollenklischees zu durchbrechen


Lektüre: Barbara Tóth

Stadtleben, FALTER 21/19 vom 22.05.2019

Sie führt zwar kein artgerechtes Leben als Frau, aber immerhin hat sie zwei Kinder gekriegt", bekam Thea R. zu hören. Da war die 52-Jährige schon im Management eines internationalen Konzerns gelandet, nachdem sie ihr Studium fertiggebracht, nebenbei zwei Kleinkinder erzogen und dann Karriere gemacht hatte. Nicht nur Frauen, die, in dem Moment, in dem sie Mütter werden, im Job nicht zurückstecken, kämpfen mit althergebrachten Vorurteilen. Auch Männer, die in Karenz gehen, gelten schnell einmal als nicht "artgerecht".

"Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich das auch gemacht!", bekam ein Abteilungsleiter in einem großen Dienstleistungsunternehmen zu hören, als er als Erster in seiner Abteilung in Vaterkarenz ging. Er traute sich das, viele andere nicht. Weil ihre Chefs es nicht wollten, weil sie in ihren traditionellen Rollenbildern gefangen sind, weil es sich schlicht und ergreifend mit dem Familieneinkommen nicht ausgeht.

"Es muss eine hohe Dunkelziffer von Männern geben, die sehr

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