Landpartie

Erlebnisse fürs Wochenende

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Landleben, FALTER 22/19 vom 29.05.2019

"Wo Wolle ist, ist auch ein Weib, das webt, und sei es nur zum Zeitvertreib." Das Zitat des Malers Oskar Schlemmer ( 1943) veranschaulicht die Geringschätzung textiler Kunst wegen ihrer Nähe zu traditionellem Handwerk und auch wegen der weiblichen Verbundenheit mit diesen Techniken. Die Ausstellung "Muster Erkennung" dröselt Gender in der Kunstproduktion auf, und das passenderweise in der Kunstfabrik Groß-Siegharts, einer früheren Bandfabrik (eine der Galerien Thayaland; Sa 1. Juni bis 14. Juli). Muster spielen da auch als Verhaltensmuster, Materialien als Informationsträger eine Rolle. Die Kuratorin Judith Fegerl lässt geschweißte in genähte Verbindungslinien übergehen, Veronika Schubert strickt aus Geschlechterbildern eine schwarze Komödie. Oscar Cueto würdigt Textilarbeiterinnen, die in Katastrophen ihr Leben ließen, und Laura Schlagintweit verdichtet Zahnspangenteile zum "Zwangskörper". Die Schau ist in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst und der Kunsthalle Wien entstanden. Am Samstag gibt es eine Führung durch die Ausstellung "Hysterical Mining" über Technologie und Gender in der Kunsthalle Wien (14.30 Uhr) und dann einen Ausflug zur Eröffnung in Groß-Siegharts (Abfahrt 16.30 Uhr vor dem Museumsquartier, Rückfahrt 21.30 Uhr ab Kunstfabrik; Anmeldung: rsvp@ kunsthallewien.at).

NACH GROSS-SIEGHARTS

Warum dorthin?

Zur Schau "Muster Erkennung"

Wo essen?

Im Gasthaus zum Max (Groß-Siegharts); in der Goldenen Krone (Goldmedaillenträgerin wegen ihrer Blutwürste; Raabs/Thaya)

Und dann?

Auf die Burg Raabs, in die Galerie Lindenhof

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FALTER 30/19
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