Klinik hinter Mauern

Schiefgelaufene Herzoperationen, ein suspendierter Klinikchef, verzweifelte Hinterbliebene: Hat die steirische Spitalsgesellschaft Kages zu lange weggeschaut?


Gerlinde Pölsler

Politik, FALTER 23/19 vom 05.06.2019

Die Odyssee nach ihrer Herzoperation wird Frau D. nicht mehr vergessen. Im November 2014 unterzieht sich die Frau, die mit einem Herzfehler und intellektuell beeinträchtigt zur Welt kam, an der Herzchirurgie am LKH-Klinikum Graz einer Operation. Doch danach verschlechtert ihr Zustand sich dramatisch: Sie bekommt immer schwerer Luft. Das steigert sich bis zu Erstickungsängsten, wie die Patientenanwältin des Landes Steiermark, Renate Skledar, schildert. "An Nachtruhe war nicht mehr zu denken, sie konnte nur noch im Sitzen schlafen. Sie konnte sich nicht mehr alleine an-und ausziehen und brauchte rund um die Uhr Unterstützung." Trotz mehrerer Untersuchungen wird die Ursache lange nicht erkannt: dass bei der Operation ein Fehler passiert ist, der bewirkt, dass durch den Körper von Frau D. ständig sauerstoffarmes Blut gepumpt wird. Doch auch auf die Korrektur-OP muss die Schwerkranke monatelang warten - und am Ende weist die Kages der teilbesachwalteten Patientin eine Mitschuld zu.

Schiefgegangene

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