Ehrgeizige Queen, sentimentaler Boss

Madonna ist aktuell wieder im Einklang mit dem Zeitgeist, Bruce Springsteen schaut lieber zurück


Musikkritik: Sebastian Fasthuber

Feuilleton, FALTER 24/19 vom 12.06.2019

Das neue Madonna-Album "Madame X" hat schon im Vorfeld zwei denkwürdige Auftritte hervorgebracht. Der erste ereignete sich am 1. Mai bei den Billboard Music Awards in Las Vegas, wo die Sängerin mit ihrem jungen kolumbianischen Reggaeton-Kollegen Maluma die Single "Medellín" präsentierte. Sie strahlte eine enorme Zuversicht aus. Während des kurzweiligen Auftritts zeigte sie ein einnehmendes Lächeln, das signalisierte: Seht her, ich bin immer noch die Größte -und es macht mir sogar Spaß.

Die zweite Performance ereignete sich beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv und ging in die Hose. Der neunminütige Auftritt sollte Vergangenheit und Zukunft zusammenführen, Madonna brachte ihren 30 Jahre alten Hit "Like a Prayer" und die neuen Stücke "Future" und "Dark Ballet". Ihr Gesang klang von Anfang bis Ende schief, die Bewegungen wirkten unsicher. Als Perfektionistin ließ sie die Fehler ausbügeln: Im am Tag danach veröffentlichten Video ist zumindest mit der Stimme alles in Ordnung.

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