7 Sachen,die Sie über den AUTONOMEN E-BUS nicht wussten

Stadtleben, FALTER 24/19 vom 12.06.2019

Ist ein "Autonomer E-Bus" wirklich, wonach er klingt, also fahrerlos?

Ja, genau: kein Fahrer, kein Lenkrad. Der Bus findet den Weg von Station zu Station selbst. Es ist aber ein "Operator" an Bord vorgeschrieben.

Ernsthaft? Ist das also die Wiederauferstehung des Schaffners?

Das ist jetzt aber ein bisserl fies! Der Operator verkauft auch keine Fahrscheine. Er ist für den Fall an Bord, dass die Technik ansteht. Ah, okay. Aber zur Sache: Wo, wie und seit wann fahren in Wien autonome Busse?

Vergangene Woche nahmen in der Seestadt Aspern im Umfeld der U2-Station zwei Busse den gratis Testbetrieb mit Fahrgästen auf. Die Strecke ist zwei Kilometer lang und hat zehn Stationen.

Und wie viele Leute passen da rein?

Nicht wirklich viele: Zehn Passagiere dürfen an Bord. Aus Sicherheitsgründen darf auch während der Fahrt niemand stehen. Sind die Busse denn so schnell ? Nein. Aber man ist immerhin flotter als zu Fuß, nämlich bis zu 20 km/h.

Das klingt jetzt aber nicht nach atemberaubender Science-Fiction.

Mag sein, dass das auf den ersten Blick so wirkt. Aber das hier ist ein Testbetrieb. Ein selbstlenkender Bus im regulären Verkehr ist immer noch Science-Fiction.

Was passiert, wenn ein Hindernis auf der Straße liegt oder in die Fahrlinie ragt?

Dann steht der Bus. Lieber einmal zu oft: Bei Tests im Vorjahr genügte nachgewachsenes Gras am Straßenrand. Dann übernimmt der Operator. Der Mensch entscheidet: ausweichen, drüberfahren oder stehen bleiben.

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FALTER 30/19
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