Jürgen Habermas, demokratischer Weltphilosoph, schuf ein vielfältiges Werk

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Feuilleton, FALTER 24/19 vom 12.06.2019

Jürgen Habermas, geboren 1929, Soziologe und Philosoph, emeritierter Professor für Philosophie der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt, prägte das Denken mehrerer Nachkriegsgenerationen, nicht nur im deutschen Sprachraum, nein, auf der ganzen Welt. Als 23-jähriger legte er sich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit dem Großphilosophen Martin Heidegger an. Das machte ihn schlagartig berühmt. Seine marxistischen Wurzeln ließen ihn Max Horkheimer, dem Mitbegründer der Frankfurter Schule, verdächtig genug erscheinen, um ihn von seinem Institut zu entfernen. Habermas ließ sich die Aufklärung nicht verdrießen und habilitierte sich mit seinem wirkmächtigen Buch über den Strukturwandel der Öffentlichkeit.

In der 1968er-Revolte entzog er sich dem Gespräch mit den revoltierenden Studenten nicht, versuchte aber die Energien der Revolte für eine Universitätsreform zu nutzen. Berüchtigt wurde sein Wort vom "Linksfaschismus", das er später zurückzog. In seiner "Theorie

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