Nur auf der Klimawelle surfen reicht nicht

Wollen die Grünen langfristig in die politische Arena zurückkehren, müssen sie sich abseits des Klimathemas rasch breiter aufstellen


Nina Horaczek

Falter & Meinung, FALTER 26/19 vom 26.06.2019

Kennen Sie Lukas Hammer? Nein? Das macht nichts, ihn kennt außerhalb der grünen Blase nie mand. Trotzdem wählten die Wiener Grünen Hammer vergangenes Wochenende zu ihrem Spitzenkandidaten. Inhaltlich ist Hammer eine gute Wahl. Schließlich war er bis vor kurzem umweltpolitischer Sprecher von Greenpeace. Dass ihn niemand kennt, ist in Zeiten, in denen die drohende Klimakatastrophe auf allen Titelblättern steht, nicht so tragisch.

Auf der Bundeswahlliste soll aber mit der Global-2000-Chefin Leonore Gewessler auf dem zweiten Listenplatz noch eine Klimaexpertin ins Parlament einziehen. Warum braucht es gleich zwei Spitzenkandidaten mit einer Expertise genau in jenem Bereich, in dem den Grüne ohnehin Kernkompetenz zugestanden wird? Wäre es nicht klüger, auch andere Akzente zu setzen?

Nein. Das fanden zumindest die Wiener Grünen. Weder der Asyl-und Menschenrechtsanwalt Georg Bürstmayr wurde an wählbare Stelle gereiht, noch der linke Ökonom und Sozialstaatsverteidiger Markus Koza. Dabei

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