Ausgerufen, aber nicht gewählt

Nicht-Spitzenkandidatin Ursula von der Leyen muss das EU-Parlament überzeugen

Analyse: Werner A. Perger
Politik, FALTER 28/19 vom 10.07.2019

Schwierige Zeiten für die "weißen alten Männer": Da stellten die beiden traditionellen Parteiverbände der Mitte, rechts und links, je einen "Spitzenkandidaten", die Sozialdemokraten den Niederländer Frans Timmermans aus der Grenzprovinz Limburg und die Konservativen den Deutschen Manfred Weber aus der Grenzprovinz Bayern. Einer der beiden, je nach Ergebnis, sollte der nächste Präsident der Kommission werden. Alles klar?

Denkste, wie der norddeutsche Volksmund sagen würde: Die beiden Männer sind aus dem Rennen. Denn die Regierenden, denen das Vorschlagsrecht für die wichtige Position des Kommissionspräsidenten zusteht, haben es sich anders überlegt. Zur Erinnerung: Der linksliberale Timmermans, bislang Stellvertreter des Präsidenten und zuständig unter anderem für Rechtsstaatsfragen im EU-Raum, scheiterte an jenen Osteuropäern, denen er zu nachhaltig und vor allem zu oft auf die illiberalen Füße gestiegen war. Und der christlich-soziale Bayer, der eigentlich nur dadurch

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