„Beim Nasenbohren sieht jeder hin!“

Daniel Kehlmann ist der erfolgreichste Schriftsteller Österreichs. Ein Gespräch über Ruhm – und „Ruhm“


KLAUS NüCHTERN
FEUILLETON | aus FALTER 03/09 vom 13.01.2009

Daniel Kehlmann antwortet prompt: per Blackberry aus Paris. Ein Interview sei überhaupt kein Problem. Allerdings gibt es in Hinblick auf das Datum des Erscheinens genaue Vorgaben: zuerst sind FAZ und Spiegel dran.

Ja, Fahnen von Kehlmanns jüngstem Roman „Ruhm“ seien überhaupt kein Problem. Allerdings besteht der Rowohlt Verlag, bei dem Kehlmann seit seinem Bestseller „Die Vermessung der Welt“ erscheint, darauf, dass der Empfänger eine Vereinbarung unterschreibt: Ohne Rücksprache mit dem Verlag darf nichts vor dem 16. Jänner, dem Ersterscheinungstag des Romans, veröffentlicht werden – andernfalls man eine Pönale von 250.000 Euro zu zahlen habe.

In Wirklichkeit ist ein Interview mit Daniel Kehlmann in der Tat kein Problem: Unmittelbar vor Weihnachten weilt er in Wien und kommt pünktlich zum vereinbarten Gespräch in ein Innenstadtcafé. Die anderen Gäste scheinen keine Notiz von ihm zu nehmen.

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