„Bist du glücklich?“

Der Autor und Radiomacher Heinz Janisch hat sich von Kindern die Kunst des einfachen Fragens abgeschaut

THOMAS WOLKINGER | STEIERMARK, FEUILLETON | aus FALTER 47/09 vom 17.11.2009

Er sei, erzählt Heinz Janisch im Café des Radiokulturhauses, ziemlich schnell in der „Kinder-Schublade“ gelandet. Das ist angesichts der großen Zahl der von ihm verfassten Kinderbücher kein Wunder (siehe S. 48), wird aber den umfassenden Qualitäten des 1960 in Güssing Geborenen nicht ganz gerecht: Seit 1982 arbeitet Janisch beim Radio, zunächst bei „ZickZack“ und „Musicbox“, ab 1984 gestaltet er einfühlsame Poträts für die Reihe „Menschenbilder“ auf Ö1. Außerdem hat er schon mehrere Bücher für Erwachsene geschrieben, gerade ist der Fotoband „So weit, so nah“ erschienen, der die zehnjährige Zusammenarbeit von Heinz Janisch, Robert Hammerstiel und Bewohnern des St.-Pius-Heims für Menschen mit Behinderung dokumentiert. Schubladen sind dem Autor ganz grundsätzlich ein Gräuel. „In Wirklichkeit“, sagt er, „träume ich überhaupt von Büchern ohne Altersangaben. Das wäre mir das Liebste: Texte, die alles offenlassen.“

Falter: Die „Menschenbilder“ handeln – so der Untertitel – „vom geglückten Leben“ …

Heinz Janisch: … aber nicht vom „glücklichen“. Das missverstehen viele. Menschen, die ins Exil gehen mussten oder im Konzentrationslager waren, sind nicht unbedingt glücklich. Aber vielen ist es geglückt, diese Erlebnisse zu verarbeiten.

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