Cloud statt Kant?

In Österreich ist die Schule 4.0 angelaufen. Was versteckt sich hinter der Seriennummer?

GEORG RENöCKL | STADTLEBEN | aus FALTER 15/18 vom 10.04.2018

Illustration: Bianca Tschaikner

4.0“ steht für die angekündigte vierte industrielle Revolution. Vernetzte autonome Systeme stellen ebenso vernetzte Produkte her, die ständig Daten liefern. Das Produkt wird dadurch laufend verbessert, die Effizienz gesteigert, die Wertschöpfungskette optimiert. Einheitliche Standards und Normen sorgen für eine reibungslose Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Daten sind das neue schwarze Gold.

Das Konzept, mit dem Österreichs Schüler auf die digitale neue Welt vorbereitet werden sollen, heißt „Schule 4.0“. Der in den USA lehrende Germanist Fritz Breithaupt stellt sich diese in der Zeit so vor: „2036 werden Eltern schon für ihre fünf Jahre alten Kinder einen virtuellen Lehrer abonnieren. Die Stimme des Computers wird uns durchs Leben begleiten. Vom Kindergarten über Schule und Universität bis zur beruflichen Weiterbildung. Der Computer erkennt, was ein Schüler schon kann, wo er Nachholbedarf hat, wie er zum Lernen gekitzelt wird.“ Was für Breithaupt „der größte Fortschritt in der Bildung seit 250 Jahren“ ist, klingt für andere eher nach George Orwells „1984“.

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