„Da wackelten die Wände“

Max Raabe singt gleich zwei Mal in der Stadthalle. Dabei feiern seine neuen Lieder die Faulheit

SEBASTIAN FASTHUBER | FALTER:WOCHE | aus FALTER 11/18 vom 13.03.2018

Foto: Gregor Hohenberg

Er wurde 1962 als Matthias Otto geboren, heute kennt man ihn aber nur mehr als Max Raabe. Mit Studienkollegen gründete der deutsche Bariton 1986 das Palast Orchester, mit dem er alte Lieder der 1920er- und 30er-Jahre stilecht interpretiert. Bald kamen eigene Hits wie „Kein Schwein ruft mich an“ dazu. In den letzten Jahren öffnete sich Raabe dem Pop, ohne an Eigenart und Witz zu verlieren. Sein aktuelles Album heißt „Der perfekte Moment … wird heut verpennt“, es führt ihn nun einmal mehr nach Wien.

Falter: Herr Raabe, bisher waren Ihre Lieder nie politisch. Ist der Titelsong des neuen Albums ein Kommentar zum Zeitgeschehen und zu Phänomenen wie Selbstoptimierung?

Max Raabe: Nein, ich will niemandem die Welt erklären. Ich habe das Lied eher als Blödelei empfunden. Übers Nichtstun und Faulsein sind mir sehr viele Reime eingefallen, das ist genau mein Thema. Wenn man so will, hat das Lied trotzdem eine Botschaft: Man kann ruhig einmal fünfe gerade sein lassen und muss sich keine Sorgen machen, etwas zu verpassen.

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