Das Geschäft mit dem Klima

Der internationale Emissionshandel sollte den Kampf gegen den weltweiten Klimawandel finanzieren. Doch das Instrument versagt. Was kann Kopenhagen ändern?

MATTHIAS G. BERNOLD | POLITIK | aus FALTER 50/09 vom 07.12.2009

Außerhalb der Absperrungen des Konferenzzentrums, im Schilf des angrenzenden Parks, stehen drei dürre Gestalten. Bedrohlich starren sie in Richtung Bella-Center. Unsichtbar die Augen in den Höhlen ihrer dunklen Gesichter. Reglos ihre Mienen, aber die grellen Gewänder – eines blau, eines gelb, eines rot – flattern im Winterwind, der wild über Dänemarks Küste fegt.

Die drei zehn Meter hohen Figuren sind Teil des Kunstprojekts, das der dänische Bildhauer Jens Galschiot für den Weltklimagipfel entworfen hat. Galschiot, im orangen Schal, mit Freisprecheinrichtung am Ohr, hetzt zu Füßen seiner monumentalen Bronzestatuen umher, justiert einen Stromgenerator, während er seinen Helfern Anweisungen gibt. Es sind die letzten Stunden vor Beginn der UN-Klimakonferenz.

„Wenn sich die Welt nicht einigen kann“, glaubt Galschiot, „werden bald hunderte Millionen Klimaflüchtlinge umherirren. Daran sollen meine Figuren erinnen“.

  1338 Wörter       7 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige