„Die Medien haben Kurz mitgemacht“

Sprachforscherin Ruth Wodak über Sebastian Kurz’ Spiel mit den Medien, die Doppelstrategie der FPÖ und die neue Schamlosigkeit in der Politik


BENEDIKT NARODOSLAWSKY
MEDIEN | aus FALTER 51/17 vom 19.12.2017

Foto: Heribert Corn

Ruth Wodak zählt zu den wichtigsten Sprachwissenschaftlerinnen Österreichs und erforschte unter anderem die Rhetorik der Rechtspopulisten. Der Falter bat die Linguistin zum Gespräch, um auf das Jahr 2017 zurückzublicken, in dem Populisten in den USA und in Österreich die Macht ergriffen.

Falter: Frau Wodak, ÖVP und FPÖ bestimmten den Wahlkampf und sitzen jetzt gemeinsam in der Regierung. Warum konnten die anderen Parteien mit ihren Themen nicht zu den Wählern durchdringen?

Ruth Wodak: Weil das Flüchtlingsthema seit 2015 alles dominiert. Ich habe mit meinen Mitarbeitern die Zeit vom Beginn der Debatte bis zum Beschluss der Obergrenze genau analysiert. Die FPÖ wollte schon damals Grenzen schließen und die „Heimat schützen“. Die ÖVP schwenkte Ende September 2015 auf den Kurs der FPÖ um.

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