Ein Haus für Kinder, Arme und Philanthropen

In Favoriten entsteht mit Hilfe vieler Prominenter ein privates Sozial- und Kranken-Zentrum: Was bringt das Cape 10?


BARBARA TóTH

STADTLEBEN | aus FALTER 05/19 vom 29.01.2019

Foto: Katharina Gossow

Gäbe es einen idealen Hort der Menschlichkeit, könnte er in etwa so ausschauen, wie ihn das Architekturbüro Coop Himmelb(l)au für das Projekt Cape 10 in Favoriten am Computer gerendert hat. Wir sehen ein lichtdurchflutetes, dreistöckiges Gebäude mit einem Dach, das im nächsten Augenblick wegzufliegen scheint. Schützend und wegweisend zugleich. Im Keller des Gebäudes schauen Menschen Kino, lauschen einem Vortrag oder feiern ein Fest. Im Erdgeschoß kümmern sich Ärzte, Sozialarbeiter und Psychologen um obdachlose Frauen und deren Familien und behandeln alle, die keine Sozialversicherung haben. Sie gehen mit sozial bedürftigen Kindern ins Burgtheater oder zu einem Fußballmatch. Im ersten Stock gibt es eine große Gemeinschaftspraxis für Kinder. Hier arbeiten nicht nur Allgemeinmediziner, sondern auch Logopäden, Orthopäden – einfach alle, die sich ganzheitlich um das Wohl der Kleinen kümmern.

Und im zweiten Stock, unterm Dach, denken Wissenschaftler, engagierte Bürger und Experten darüber nach, wie sich die großen sozialen Fragen der Zukunft in einer digitalisierten Welt lösen lassen.

Was wie die Vision überspannter Philanthropen klingt, soll schon dieses Jahr an der Straßenkreuzung Maria-Lassnig-Straße und Alfred-Adler-Straße zu bauen begonnen und 2021 fertiggestellt werden.

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