Eine Frage der Ähre

Die EU-Gremien entscheiden derzeit, ob es eine Neuzulassung des Herbizids Glyphosat geben soll. Entscheidend ist die Einschätzung, ob es Krebs auslöst

BERT EHGARTNER | LANDLEBEN | aus FALTER 35/17 vom 29.08.2017

Glyphosat tötet Pflanzen jeglicher Art binnen kurzem ab. Unkräuter auf dem Acker ebenso wie im Schrebergarten oder entlang der Bahngleise. Entdeckt wurde der Wirkstoff bereits 1950 vom Schweizer Chemiker Henri Martin, und er fand zunächst Anwendung bei der Reinigung von Rohren. Der US-Konzern Monsanto, der mit dem Verkauf von DDT und Agent Orange groß geworden war und heute als der weltgrößte Anbieter von Saatgut und Agrochemikalien gilt, testete die Eignung der Chemikalie als Wasserenthärter. Mitarbeiter stießen 1969 schließlich auf deren Hauptwirkung, die sogleich patentiert wurde: Glyphosat hemmt die Bildung lebensnotwendiger Aminosäuren im pflanzlichen Stoffwechsel und wirkt damit als Totalherbizid.

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