"Hitler war relativ charmant"

Hauptdarsteller Gerhard Polt und Regisseur Frederick Baker über ihren Film "Und Äktschn!"

WOLFGANG KRALICEK | FALTER:WOCHE | aus FALTER 05/14 vom 28.01.2014

Der bayerische Kabarettgigant Gerhard Polt, 71, spielt in seinem fünften Kinofilm „Und Äktschn!“ den Amateurfilmer Hans Pospiech, einen unbedarften Provinz-Werner-Herzog. Für einen Wettbewerb dreht er mit einem Laien-Ensemble sein bisher ehrgeizigstes Projekt: „Hitler privat“. Den Führer spielt der örtliche Musikalienhändler (Robert Meyer), die Wirtin (Gisela Schneeberger) gibt Eva Braun; in kleineren Rollen sind Michael Ostrowski, Erni Mangold oder Robert Palfrader im Einsatz. Regie führte der Austro-Brite Frederick Baker, der mit Polt das Drehbuch schrieb und auch beim Interview dabei war.

Falter: Herr Polt, ist „Und Äktschn!“ Ihre Version von einem Hitler-Film?

Gerhard Polt: Es ist kein Hitler-Film im eigentlichen Sinn. Es ist ein Film über einen Menschen, der das Fürchten nicht gelernt hat. Dieser Filmemacher ist ziemlich medioker und übernimmt sich ständig. Er hat überhaupt keine realistische Vorstellung davon, was machbar ist und was nicht. Aber die Persiflage auf einen Hitler-Film war uns natürlich schon wichtig. Unser Ansatz war: Wenn man dem Hitler und seiner Entourage einigermaßen gerecht werden will, muss man sie mit Dilettanten besetzen.

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