Holzer im Grätzel: St. Elisabeth Platz


FLORIAN HOLZER

14.06.2019

Es ist ein bisschen wie eine Insel: Belvederegarten im Osten, Theresianum und Theater Akzent im Norden, okay, Favoritenstraße und Weyringergasse mögen jetzt stadtgestalterisch weniger markante Grenzen sein, sind aber Durchzugsstraßen, die dieses Grätzel von den benachbarten abtrennen. Und Durchzugsstraßen gibt es hier sonst keine – außer dem Rad-Highway Argentinierstraße. Und in der Mitte ist ein Platz, in dessen Mitte wiederum eine Backsteinkirche, ein paar Bäume, eine Volksschule – nennen wir es Idylle.

Solche abgeschlossenen, ruhigen Bereiche neigen in Wien immer ein bisschen dazu, kleinstrukturell zu veröden und dem Wohnungsneubau zum Opfer zu fallen, was hier aber erstaunlicherweise nicht der Fall ist. Gut, das Vinos e Tapas Ibericos in der Belvederegasse gibt’s leider nicht mehr und das Gasthaus Sperl in der Karolinengasse schloss vor einem Jahr. Angeblich wegen Allergenkennzeichnung, Rauchverbot & Co, vielleicht aber auch wegen der kurz danach in Kraft getretenen Novelle der Bauverordnung zum Schutz alter Häuser, das Biedermeierhaus wurde jedenfalls handstreichartig abgerissen.

Der Edelgreißler-Nahversorger

  804 Wörter       4 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
Alle Artikel dieser Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

Anzeige

Anzeige