In Norbert Hofers Lobby

Der Verkehrsminister lädt zum Lkw-Sicherheitsgipfel und beweist: Wenn es um etwas geht, zählen für die Regierung die Interessen der Wirtschaft


EVA KONZETT

POLITIK | aus FALTER 09/19 vom 26.02.2019

Foto: ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com

Beschlüsse, die nach einer ausreichenden Diskussion mit allen Beteiligten gefällt werden, nennt man fundiert. Wenn die Debatte mit den anderen nur gespielt ist, dann nennt man es eine Farce. Vergangene Woche lud Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) zu einem Lkw-Sicherheitsgipfel in Wien. Vieles deutet darauf hin, dass es eine Farce war.

Gehen wir vier Wochen zurück. Nach dem Unfalltod eines neunjährigen Buben (Henry war der Sohn des Falter-Redakteurs Josef Redl), der auf dem Zebrastreifen von einem rechtsabbiegenden Lkw erfasst worden ist, rollt eine Welle der Entrüstung durch das Land.

Ein Kind ist sinnlos auf dem Schulweg ums Leben gekommen. Eine technische Lösung, der Abbiegeassistent, hätte es retten können. Aus der anhaltenden Gefahr und einem konkreten Lösungsvorschlag zimmert der Blogger Helge Fahrnberger eine Kampagne, die über die Plattform Aufstehn auf der einen Seite und das große Netzwerk der betroffenen Eltern auf der anderen Seite das Land aufrüttelt. Rund 70.000 Menschen unterschreiben „Leben retten im toten Winkel“. „Möge anderen Eltern der Schmerz, den wir fühlen, erspart bleiben“, schreibt auch Josef Redl unterstützend auf Twitter.

  2358 Wörter       12 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige


Anzeige