Landjugendbewegung

Vergangenes Jahr feierte einer der größten Vereine Österreichs seinen Siebziger. Die Landjugend ist überall: zwischen Heute und Gestern, Expertise und Exzess

VERENA RANDOLF | LANDLEBEN | aus FALTER 45/17 vom 07.11.2017

Foto: Patrick Rieser

Dort, wo sich Wien zum Ende durchzechter Nächte trifft, kam kürzlich die Landjugend zur Fleischbeschau zusammen. Frau Karin saß zwei Stunden früher als sonst an ihrem Tisch mit dem Geldkorb vor den Toiletten, und was sie erlebte, unterschied sich deutlich von anderen Arbeitstagen. Ihre Gäste wankten zu Dienstbeginn noch nicht, und kaum einer lallte, die Lidschatten waren nicht verwischt, die Hemden noch nicht durchgeschwitzt.

400 Menschen aus ganz Österreich waren zur Präsentation des Jungbauernkalenders in die Almhüttendiskothek Bettelalm am Wiener Lugeck gekommen, um die Enthüllung der Landwirtfotos zu feiern, und weil manche der Busse schon um Mitternacht wieder heim aufs Land fuhren, musste Frau Karin früher vor den Klos sitzen als sonst. Ihre Gäste würden im Laufe des Abends noch zeigen, was sie bei der Landjugend gelernt hatten: dieselbe Menge Alkohol zu konsumieren wie die Städter, nur halt vier, fünf Stunden schneller.

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