„Leser haben uns Schecks geschickt“

Geht Online nur gratis? Matt Rogerson über das erfolgreiche Crowdfunding des Guardian


ANNA GOLDENBERG

MEDIEN, FALTER 10/19 vom 05.03.2019

Illustration: Oliver Hofmann

Kostenlos für jene, die es sich nicht leisten können. Unterstützt von jenen, die es können.“ Was nach einer Mischung aus Hilfsorganisation und Kommunismus klingt, steht in fetter Schrift unter jedem Onlineartikel der britischen Zeitung Guardian. Fast alle Inhalte auf der Website des Guardian sind kostenlos. Stattdessen werden Leser aufgefordert, die 1821 gegründete Tageszeitung mit einem Beitrag ihrer Wahl zu unterstützen. Das Modell gibt es seit 2016 – ein Experiment und Rettungsversuch: Ende der 2000er schlitterte die Guardian Media Group, die einer Stiftung, dem Scott Trust, gehört, ins Minus. Die Entscheidung des früheren Chefredakteurs Alan Rusbridger, vermehrt in Online zu investieren, wird dafür mitverantwortlich gemacht. Die tägliche Printauflage schrumpfte von 400.000 im Jahr 2016 auf 137.000 im Vorjahr.

Matt Rogerson, seit 2014 als Head of Public Policy der Guardian Media Group für die öffentliche Strategie zuständig, erklärt, warum das Modell für seine Zeitung funktioniert – und er den digitalen Wirtschaftsraum trotzdem für alles andere als fair hält.

Falter: Im November verkündete der Guardian, insgesamt eine Million zahlende Leser zu haben. Das inkludiert nicht nur Online- und Printabos, sondern auch Mitgliedschaften und freiwillige Beiträge. Wie bekamen Sie Menschen dazu, für kostenlos verfügbaren Journalismus zu bezahlen, Herr Rogerson?

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