Neue Fakten zum Amoklauf von Jafar S.

Der FSW-Chef Peter Hacker übt massive Kritik an den Behörden


LUKAS MATZINGER
13.03.2018

Wie der FALTER in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe berichtet, übt der Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien Peter Hacker nach dem Amoklauf von Jafar S. am Nestroyplatz massive Kritik an der Arbeit der Behörden.

Das Innenministerium und die Justiz hätten aus dem Mordfall am Brunnenmarkt vor zwei Jahren „nichts gelernt“. Jafar S. sei ein bekannter Problemfall gewesen, er hätte wegen seiner Drogensucht therapiert und/oder nach seiner Strafhaft in Schubhaft gebracht werden müssen. Der Fond Soziales Wien mache seit Jahren darauf aufmerksan, „dass das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl schlecht arbeitet.“ Dass es zum Fall von Jafar S. kommen konnte, sei ein Skandal.

Außerdem hat der FALTER einige neue Erkenntnisse in Fall Jafar S. recherchiert. Demnach hat der Verdächtige keineswegs als U-Boot in Wien gelebt, sondern war bis eine Woche vor seiner Tat in Notquartieren verschiedener Trägerorganisationen gemeldet und wurde dort mehrmals von Polizisten angetroffen. Ehemalige Mitbewohner beschreiben Jafar S. als rabiat.

Jafar S. saß insgesamt dreimal in österreichischen Gefängnissen, davon zweimal nur in Untersuchungshaft. Seine Drogensucht wurde nicht therapiert, er bekam keine Bewährungshilfe, es wurde keine Schubhaft über ihn verhängt. Sein Asylverfahren war trotz mehrerer Straftaten in zweieinhalb Jahren in Österreich noch offen.

Die ganze Geschichte lesen Sie ab 17 Uhr im FALTER.

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FALTER 08/19
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