Nicht alles, was Wut auslöst, ist falsch

Österreichs Digital Champion Ingrid Brodnig über die Diskriminierung der Google-Suche, eine Verstaatlichung von Facebook und wie wenige User die Debatte im Netz verzerren


ARMIN THURNHER
MEDIEN | aus FALTER 32/17 vom 08.08.2017

Foto: Heribert Corn

Nach „Der unsichtbare Mensch“ und „Hass im Netz“ hat Ingrid Brodnig nun ihr drittes Buch veröffentlicht: „Lügen im Netz“. Lange Jahre war sie beim Falter, dann zwei Jahre beim Profil, seit heuer ist sie selbstständige Publizistin und österreichischer Champion für Digitalisierung bei der Europäischen Union. Ein Gespräch darüber, was das ist, über Social Media, wie sie unsere Welt verändern und wie wir sie verändern könnten.

Falter: Du bist eine noch junge Medienkritikerin. Was ist die stärkste Veränderung der Medienlandschaft in deiner Zeit?

Ingrid Brodnig: Der Blick vieler Bürgerinnen und Bürger auf das Netz hat sich sehr verändert. Man denkt kritischer über die Silicon-Valley-Giganten. Die ersten zehn, 15 Jahre Web waren eine Phase des ständigen Staunens und Sich-Freuens über die Gadgets, die es gab. Man sah zwar schon die Riesen, die sich formierten, aber die Ängste waren diffus. Jetzt sind sie real. Menschen merken, dass ihr Leben von der Digitalisierung durchdrungen wird. Das Arbeitsleben und das Privatleben haben sich verändert. Wir kommunizieren über WhatsApp und nicht über SMS. Die Digitalisierung ist überall angekommen.

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