Reihe zwei, Platz eins

Birgit Hebein wird Wiens neue grüne Vizebürgermeisterin. Die Wahl der linken Kandidatin kam für viele überraschend. Wer ist sie? Und was wird sie aus den Grünen machen?


LUKAS MATZINGER
POLITIK | aus FALTER 49/18 vom 04.12.2018

Foto: Heribert Corn

“Liebe Leute“, ruft sie, wie die gestresste Berufsschullehrerin. „Liebe Leute“, wie der Trainer der Verlierer in der Halbzeitpause. Immer wieder tönt diese liebevolle Anrede am Samstagvormittag durch eine Floridsdorfer Eventhalle. Birgit Hebein meint es ernst. In ihrer allerersten Ansprache als neue Chefin der Wiener Grünen.

Dass sie nun als Vorsitzende zur 80. Landesversammlung der Stadtpartei spricht, ist das Resultat eines politischen Zufalls. An einem gewittrigen Sonntag im September war der wenig begründete Abgang ihrer Vorgängerin Maria Vassilakou gewiss. Nach 14 Jahren als Frontfrau der Wiener Grünen und acht Jahren als Vizebürgermeisterin will sie die Partei übergeben.

Gemäß dem antiautoritären Selbstbild hatte sie keine Nachfolge vorbereitet. Ihr Erbe war Gegenstand eines offenen Bewerbungs- und eines komplizierten Abstimmungsverfahrens im Frühherbst. Für die neue Parteispitze kommt die nächste Gemeinderatswahl vielleicht früher, als man denkt – spätestens aber im Jahr 2020.

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