Servus die Nadeln

Do-it-yourself boomt. Auch in Wien ist der Trend angekommen: Da wird gestrickt, gehäkelt und genäht. Die Freude am Selbermachen hat vor allem Frauen erfasst. Ist euch etwa fad?

KARIN JIRKU
STADTLEBEN, FALTER 12/12 vom 20.03.2012

Samstagvormittag, zehn Uhr in der Leopoldstadt. Zwei Studentinnen, eine Layouterin und eine Mutter in Karenz haben sich ein hehres Ziel gesteckt: Im kleinen Nähzimmer der Modedesignerin Rebecca Bilger wollen sie nähen lernen – in ihrer Freizeit und freiwillig.

Auf dem großen Tisch liegen schon Stoff, Maßbänder, Stecknadeln und Schnittmuster von Damenröcken und Kinderkleidchen bereit. Sechs Nähmaschinen warten auf ihren Einsatz. Nach einführenden Worten nehmen die willigen Neo-Näherinnen Platz und treten konzentriert in die Pedale, fädeln Unter- und Oberfäden ein und stecken Stoffteile zusammen.

Rebecca Bilger springt von Pfaff zu Singer, zupft am Stoff und gibt Antworten auf Fragen. Davon gibt es viele, denn keine der Frauen hier kann mit der Nähmaschine umgehen. „Viele erzählen mir, dass sie im textilen Werkunterricht schreckliche Erfahrung gemacht haben“, sagt Bilger. Nun ist sie bei der Traumabewältigung behilflich.

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