„So ist das mit der Moral“

Der ORF ist käuflich, bei Gratiszeitungen herrschen gelassene Sitten und die Styria will keine staatlichen Förderungen mehr. Eine „Falter“-Debatte über steirische Medien brachte es ans Tageslicht.

DONJA NOORMOFIDI | STEIERMARK, POLITIK | aus FALTER 23/07 vom 05.06.2007

Styria-Boss Horst Pirker wirkte zuerst gelangweilt. Der Vorstandsvorsitzende des größten steirischen Medienhauses fläzte bei der Falter-Debatte im Büro der Erinnerungen im Landesmuseum Joanneum in seinem Sessel herum, machte ab und an wegwerfende Handbewegungen und bearbeitete sein Handy – er hatte vergessen, es auszuschalten. Dabei ging es doch um die steirische Medienlandschaft, ein Thema, das Pirker interessieren müsste. Falter-Chefredakteur Armin Thurnher interessierte es so sehr, dass er darüber ganz seine Moderatorenrolle vergaß, voll in die Diskussion einstieg und es gemeinsam mit Judith Schwentner – Chefin der Straßenzeitung Megaphon – schaffte, Pirker doch noch aus der Reserve zu locken. So behauptete er, der ORF sei käuflich. Lesen Sie im Folgenden, was ORF-Landesdirektor und Debattenteilnehmer Gerhard Draxler dazu meint, wie man Qualität in den Medien definiert und wie gelassen die Sitten bei Gratismedien wirklich sind.

Thurnher: Frau Schwentner, ist die Medienlandschaft in der Steiermark normal?

Schwentner: Nicht normal ist, dass viele Zeitungen einfach vor der Haustür landen und man mit ihnen zwangsbeglückt wird. Das ist ein Spezifikum in der Steiermark.

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