„Wir ähneln dem Iran“

Drei russische Journalisten über Pressefreiheit, den Fall Iwan Golunow und den Messengerdienst Telegram


ANNA GOLDENBERG

MEDIEN, FALTER 28/19 vom 09.07.2019

Foto: Dmitri Lovetsky / AP / picturedesk.com

Ich bin eine sehr wütende Frau“, sagt Aleksandrina Elagina. Die russische Journalistin regt auf, wie schwer ihr der Staat ihre Arbeit macht. Reporter ohne Grenzen führt Russland in der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 149 von 180. Nach der Wende kauften Oligarchen die Medien auf, mit der Wahl Wladimir Putins zum Präsidenten im Jahr 2000 kamen diese wieder unter stärkere Kontrolle des Kremls.

Seit den Protesten gegen die dritte Wiederwahl von Putin im Jahr 2012 beschränkt der Staat auch das Internet immer mehr. Die Internetbehörde Roskomnadsor blockiert jedes Jahr ohne Gerichtsbeschluss tausende Artikel und Webseiten.

So erging es auch Aleksandrina Elagina. Sie war Chefredakteurin einer auf Korruptionsfälle spezialisierten Nachrichtenseite. Drei Stunden nachdem sie einen Artikel über einen Geheimdienstler veröffentlicht hatte, wurde die Seite gesperrt.

  1680 Wörter       8 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Medien-Artikel finden Sie in unserem Archiv

Anzeige

Anzeige