„Wir sind keine Schwalbentypen“

Nationalmannschafts-Torfrau Manuela Zinsberger ist Österreichs Fußballheldin. Ein Gespräch über kickende Männer und Frauen, Versagensängste und Frisuren, die halten


NINA BRNADA
STADTLEBEN | aus FALTER 32/17 vom 08.08.2017

Foto: Christian Wind

Vergangenen Sonntagvormittag, Gewusel in der Buschenschank Traubengarten in Niederhollabrunn im Weinviertel. Die Frauen falten Wraps, die Männer steigen auf Stühle und beuteln literweise Regenwasser aus den ausgebeulten Planen, die über den Hof gespannt sind. Die Familie von Manuela Zinsberger bereitet ein Willkommensfest vor. Ihre Tochter, Schwester, Enkelin und Cousine ist zurück von der Frauenfußball-Europameisterschaft, wo sie als Torfrau für die Nationalmannschaft im Einsatz war, die völlig überraschend Dritter wurde.

Die taz beschrieb Zinsberger wegen ihrer „Lockerheit“ und „guten Laune“ als eines der Idole des Turniers, der ORF nannte sie das „österreichische Bollwerk“. Seit Jahren widmet sich die 22-Jährige dem Profifußball, derzeit spielt sie in der Damenmannschaft des deutschen Meisters FC Bayern.

Kinder aus der Verwandtschaft laufen auf sie zu und umarmen sie, ein Bub fragt, was mit ihrem Auge los ist – es ist seit dem letzten EM-Spiel vor drei Tagen blau und angeschwollen. Bei Kaffee und Schnürkrapfen von ihrer Oma gibt Zinsberger ihr erstes längeres Zeitungsinterview nach der EM.

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