Zurück zu den Wurzeln

Zu Semesterbeginn vermisst der Falter die Universitäten der Stadt. Dieses Mal die Universität für Bodenkultur Wien, wo familiär an der Natur der Dinge gearbeitet wird


LUKAS MATZINGER
29.09.2015

Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Das kleine Landmädel, der coole Hipster, der dreadgelockte Stadtöko. 60 aufgeregte junge Menschen bittet die strenge Professorin in den Hörsaal. „Ist die Prüfung schwer?“ Alle drei Meter nimmt einer Platz. Nebst Wasser, Kugelschreiber, Schummelzettel. „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Allgemeine Mikrobiologie steht heute an. Soll eineinhalb Stunden dauern. „Von 48 Punkten braucht man 28.“

Ende September ist Prüfungszeit. Weshalb im Stundentakt andere einander nervös überprüfende und betont grün gekleidete Studenten die Aulen der Universität für Bodenkultur in der Muthgasse besetzen. Und zwischen abgegriffenen Wänden an vielbenützten Tischen in oft entliehenen Büchern blättern. Die Boku Wien sieht ziemlich alt aus.

Da kommt es vor, dass Studenten auf dem Weg zum Hörsaal an 56 verschiedenen Arten Erde vorbeigehen, um sich dann zwischen einem riesigen Landschaftsgemälde, bestimmt vier mal 1,80 Meter, und einem 80er-Jahre-Fernsehwagen mit VHS-Rekorder einen Platz zu suchen. Und auf der kleinen Schautafel findet man kaum ein Mitarbeiterfoto, das nicht vor Pflanzen oder Bergen geschossen wurde.

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